Veranstaltungen

Ort: ETH Zürich
Daten: 10./11. September 2024

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VELOWENDE - Für eine lebendige Stadt

Velowende heißt nicht nur, etwas fürs Velo zu tun, sondern auch, die menschliche Mobilität als ein Ganzes zu verstehen. Solange das Velo aber nicht als gleichwertiges Transportmittel in diesem Gefüge anerkannt wird, wird es keine Verkehrswende geben. Denn: Velowende ist die Verkehrswende für die Praxis. Im Vergleich zu immer mehr Städten rund um die Welt hapert die Umsetzung in der Schweiz und in Deutschland: Veraltete Planungskonzepte, hinderliche Narrative und eine zögerliche Politik stehen einer raschen Velowende im Weg. 

Zum Glück gibt es aber immer mehr erfolgreiche Gegenbeispiele: Städte wie Paris, Freiburg i.B. und Bern, die eine Vorreiterrolle einnehmen, mutige Entscheidungsträger:innen sowie eine zunehmend verbreitete Planungspraxis, basierend auf den Erkenntnissen der Veloländer Niederlande und Dänemark. Ihnen allen gemeinsam ist der Glaube an das Potenzial des Verkehrsmittels Fahrrad und eine klare Prioritätensetzung in der städtischen Verkehrspolitik. 

Für dieses Buch dienten die Niederlande und insbesondere die Stadt Amsterdam als Vorbild. Denn entgegen der allgemeinen Meinung war dort dem Velo als gleichwertigem Transportmittel der Weg keineswegs vorgespurt. Auch dort nahm bis vor Kurzem das Auto den dominierenden Platz auf den städtischen Straßen ein. Doch die Geschichte der Verkehrspolitik in den Niederlanden verlief zugunsten der Bedürfnisse der Menschen in den Städten. 

Für diejenigen, die bisher noch nicht aufs Velo setzten, ist heute der beste Zeitpunkt dafür. Die Bevölkerung verlangt nach lebenswerten städtischen Straßen und Quartieren. Voraussetzung ist eine ernst gemeinte Prioritätensetzung für den Fuß- und Veloverkehr.

Blog & Media

Wie Velofahren Städte verändert

Über uns

Christine Lehmann (Dr. phil.) ist seit 2015 Stadträtin in Stuttgart für Bündnis 90/Die Grünen und deren Radverkehrsexpertin. Sie ist Autorin u. a. des mehrmals preisgekrönten Blogs »Radfahren in Stuttgart«.

Michael Liebi (dipl. Ing.) ist Raum- und Verkehrsplaner sowie Dozent an der Ostschweizer Fachhochschule. Er ist Vorstandsmitglied der Velokonferenz Schweiz.

Patrick Rérat ist Professor für Mobilitätsgeografie an der Universität Lausanne, wo er auch Direktor des Universitären Observatoriums für Veloverkehr und aktive Mobilität (OUVEMA) ist.

Ursula Wyss ist Ökonomin (Dr. rer. oec.) und Stadtplanerin und war Nationalrätin; sie lancierte als Mitglied der Berner Stadtregierung die dortige »Velo-Offensive«. Heute führt sie das Büro für strategische Stadtentwicklung und urbane Mobilität.

»Das Fahrrad ist ein einfaches Mittel, um viele komplexe Ziele zu erreichen – genau wie dieses Buch einen einfachen Überblick über die vielen Möglichkeiten bietet, wie das Fahrrad zu besseren Städten und Gesellschaften beiträgt.«

– Marco te Brömmelstroet
Professor Urban Mobility Futures, Universität Amsterdam & Autor von »Gesellschaft in Bewegung«